Heinz und Hendrik Göttke

Spaß im Umgang mit Tieren

Für Heinz Göttke und seinen Sohn Hendrik ist die Kälberhaltung ein zweites Standbein. Und eins, das Spaß macht, wie beide betonen. “Ich finde es toll, die Tiere aufwachsen zu sehen”, betont Heinz Göttke. Die Familie hält bereits seit 30 Jahre Kälber. In dieser Zeit haben sich die Haltungsbedingungen grundlegend verändert.

Heinz (links) und Hendrik  Göttke. Die Familie hält bereits seit mehr als 30 Jahren Kälber.

Heinz (links) und Hendrik Göttke. Die Familie hält bereits seit mehr als 30 Jahren Kälber.

 

Hendrik Göttke gibt den Kälbern Milch

Handarbeit: Hendrik Göttke versorgt die Kälber mit Milch.

Beim Tag des offenen Hofes registriert Heinz Göttke jedes Jahr erstaunte Blicke. “So habe ich mir das nicht vorgestellt.” “Die Tiere haben ja richtig viel Platz”, sind die Standardkommentare der Stallbesucher. “In der Kälberhaltung hat sich viel getan”, sagt Heinz Göttke, der zusammen mit seinem Sohn Hendrik den Betrieb leitet. Neben 450 Kälbern hält die Familie auch noch Mastschweine und betreibt Ackerbau. “So haben wir mehrere Standbeine”, erläutert Heinz Göttke.

Vor vier Jahren haben die Göttkes den alten Kälberstall für 150 Tiere abgerissen und einen neuen gebaut, in dem jetzt 450 Kälber leben. “Auch wenn es deutlich mehr Tiere sind, sind die Haltungsbedingungen im neuen Stall besser”, betont Hendrik Göttke, der sich gegen den Begriff “Masssentierhaltung” wehrt. In größeren Einheiten sei es auch wirtschaftlich einfacher, den Kälbern mehr zu bieten.

Doch trotz aller technischen Errungenschaften in den Ställen müssen sich die Göttkes um jedes einzelne Tier kümmern. “Der Einsatz, damit es den Tieren gut geht, ist hoch”, sagt Heinz Göttke. “Aber es macht auch richtig Spaß, mit so einem kleinen Kalb umzugehen, zu sehen wie es langsam größer wird.”Kein Tier gleiche dem anderen.

Anbindehaltung gibt es nicht mehr

Die 450 Tiere leben in zwei Stallabteilen und haben ein unterschiedliches Alter. Sie leben in Gruppen zu je sechs Tieren. Die Einzelhaltung wurde in den 1990er Jahren abgeschafft. Nur die ganz kleinen Kälbchen leben die erste Woche in einer Einzelbox. “So kann ich mich besser um das Tier kümmern”, betont Hendrik Göttke. Die Anbindehaltung gibt es aber im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern nicht mehr.

Weil ein Tier rund acht Monate bei den Göttkes verbringt, wird drei- bis viermal pro Jahr ein- bzw. ausgestallt. Das vermindere im Krankheitsfall die Gefahr, dass alle Tiere betroffen sind.

Jeder, der wissen möchte, wie Kälber gehalten werden, könne es sich ansehen, um mitreden zu können. “Wir haben nichts zu verbergen”, betont er. Wie viel Informationsbedarf es gibt, sieht er jedes Jahr. Wenn Menschen beim Tag des offenen Hofes mit erstaunten Blicken den Stall verlassen.

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