Häufige Fragen

Tiergesundheit (4)

  • In der Regel erhalten die Kälber eine Schutzimpfung mit einem sogenannten Rindergrippekomplex. Die Grippeschutzimpfungen halten nicht nur die Kälber gesund, sondern helfen auch, den Einsatz von Antibiotika und anderen Arzneimitteln zu vermeiden.

  • Tiere können ebenso wie Menschen erkranken. Ein krankes Kalb muss versorgt werden und in diesem Sinne ist der Einsatz von Arzneimitteln auch Teil des Tierschutzes. Dabei wird jedoch versucht, so wenig Medikamente wie möglich einzusetzen.

  • Die Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch ist unter anderem gegründet worden, um einen Einsatz von Hormonen ausschließen zu können. Im Gegensatz zu den Verhältnissen in den USA ist der Einsatz von Hormonen als Masthilfsmittel in der EU grundsätzlich verboten.

  • In allen Ställen, in denen Jungtiere aus verschiedenen Betrieben zusammengeführt werden, ist manchmal der gezielte Einsatz von Antibiotika zum Schutz der Tiere notwendig.
  • In der Regel gelangen die Kälber im Alter von drei bis sechs Wochen vom Geburtsbetrieb auf den Mastbetrieb, manchmal mit einem Zwischenstopp bei einem Viehhändler. Dort ebenso wie im neuen Betrieb kommen sie in Kontakt mit Erregern aus den verschiedensten anderen Betrieben. Das Immunsystem ist zu diesem Zeitpunkt noch zu wenig entwickelt, um resistent zu sein. Aus diesem Grund sind oft prophylaktische Maßnahmen gegen eine Ausbreitung von Krankheiten erforderlich.
  • Antibiotika können nur bei Einzeltieren nach Untersuchung und Gutachten durch einen Tierarzt zum Einsatz kommen, wenn ein Kalb eindeutig erkrankt ist.
  • Grundsätzlich wird immer ein minimierter Antibiotikaeinsatz angestrebt – Sollte der Einsatz von Arzneimitteln notwendig sein, sind meistens vor der Schlachtung von Kälbern gesetzliche Wartezeiten einzuhalten.
  • Medikamente werden nie leichtfertig eingesetzt und kommen auch als leistungsfördernde Mittel nicht in Frage. Tierschutz

Gesundheit (1)

  • Ernährungsexperten empfehlen Kalbfleisch, weil es viel wertvolles Eiweiß und dagegen nur wenig Fett enthält. Kalbfleisch ist sehr mager und feinfaserig und vor allem beliebt wegen des milden Aromas.
  • Kalbfleisch ist ein diätisches Lebensmittel und wird häufig in Krankenhäusern und Pflegeheimen zubereitet. Zudem ist es ein wichtiger Bestandteil von Babynahrung.

Kontrollen (3)

  • Die Erzeugung dieses Lebensmittels steht unter strengen staatlichen Kontrollen, die teilweise engmaschiger sind als die Kontrollen bei anderen Tierarten.

  • Die Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch (KDK) ist Mitglied der QS-Qualität und Sicherheit GmbH (QS-System). Damit verpflichtet sie ihre Mitglieder zu Standards, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen. Ein unabhängiges Kontrollinstitut prüft unter anderem jede Tiergruppe mindestens einmal, bei zehn  Prozent der Gruppen gibt es eine zweite, bei einem Prozent eine dritte Kontrolle.

  • Die KDK hat ein Rückstandskontrollprogramm entwickelt, mit dem überprüft wird, ob Hormone oder andere kritische unerlaubte Substanzen bei der Mast eingesetzt worden sind.
  • Der Einsatz nicht zugelassener Stoffe kann in Urin-, Blut- und Haarproben nachgewiesen werden. Dabei weisen die Haarproben den längsten Nachweishorizont auf. An ihnen sind Rückstände unerlaubter Substanzen von Geburt an messbar.
  • Kälber dürfen nur dann geschlachtet werden, wenn in einem Zertifikat der unabhängigen Institute bestätigt wird, dass die Kälber das Rückstandskontrollprogramm ohne Beanstandungen durchlaufen haben. Kontrollen

 


Aufzucht & Haltung (5)

  • Kälber dürfen erst ab der dritten Lebenswoche transportiert werden. Nach Ankunft im Mastbetrieb werden die Tiere zunächst in Einzelboxenaufgestallt, da sich Kälber aus unterschiedlichen Herkunftsbetrieben beispielsweise in ihren Trink- und Futtergewohnheiten deutlich unterscheiden. In den Boxen können die Tiere in dieser Anfangszeit gut beobachtet und angefüttert werden. Die Boxen haben seitlich Öffnungen, so dass die Tiere Sicht- und Berührungskontakt zu den anderen Kälbern haben.
  • Ab einem Alter von vier bis sechs Wochen werden die Tiere in Gruppen von je durchschnittlichen sechs Tieren gehalten, die nach Trink- und Futtergeschwindigkeit sortiert sind. Der Platz von 1,8 Quadratmetern je Kalb entspricht dabei den gesetzlichen Bestimmungen. Kein Tier wird angebunden. Kupieren von Schwänzen oder Enthornen gibt es in der Kälberhaltung nicht.
  • Die Tiere müssen genügend Licht haben, damit sie sich gut entwickeln können. Der Stall muss mindestens zehn Stunden täglich beleuchtet sein – mit Tages und Kunstlicht. Das Licht muss eine Stärke von mindestens 80 Lux erreichen, das entspricht etwas mehr als der Beleuchtungsstärke eines Wohnzimmers. Aufzucht & Haltung

  • Bei Gruppengrößen von durchschnittlich etwa 700 Kälbern sind es zunächst häufig Platzgründe, die gegen eine Weidehaltung sprechen. Durch einen geringeren Kosten- und Arbeitsaufwand erweist sich die Stallhaltung außerdem als deutlich effizienter.
  • Insbesondere aber auch die Tierkontrollen sind bei der Weidehaltung stark erschwert und die Gesundheit der Tiere gefährdet. Auf der Weide kommen sie vermehrt mit Parasiten in Kontakt, so dass die Seuchengefahr steigt. Die in der Kälberzucht eingesetzten domestizierten Rassen bevorzugen einen trockenen Unterstand.
  • Eine Alternative zur Stallhaltung ist die sogenannte Mutterkuhhaltung, bei der die Tiere bei ihrer Mutter bleiben. Jedoch kosten die entsprechenden Fleischstücke auf dem Markt etwa das Dreifache.

 


  • Natürlich! Gelegenheiten gibt es zum Beispiel beim jährlich stattfindenden Tag des offenen Hofes. Oder Sie melden sich bei uns und wir finden einen Bauern in Ihrer Nähe, um einen Besichtigungstermin zu verabreden. Schreiben Sie uns einfach!

  • Der Landwirt oder einer seiner Mitarbeiter sieht mindestens zweimal täglich nach dem Befinden der Kälber. Dabei kontrolliert er unter anderem auch die Funktionsfähigkeit der technischen Anlagen, insbesondere der Wasserversorgung.
  • Grundsätzlich ist der Landwirt immer bei der Fütterung dabei, um zu beobachten, wie die Kälber saufen und fressen, denn trotz der technischen Entwicklungen in der Stallhaltung sind Wissen und Erfahrung unersetzlich in der Aufzucht und Pflege der Tiere. So werden etwa die Hälfte aller Kälber in Deutschland auch noch immer manuell gefüttert. Aufzucht & Haltung

  • Gülle ist ein wertvoller Dünger – vor allem, wenn man bedenkt, dass die Alternative in Gegenden mit Nährstoffmangel mineralischer Dünger auf Erdölbasis ist. Sie wird von unseren Züchtern sowohl für betriebseigene als auch -fremde Flächen genutzt.
  • Das Ausmaß der Düngung richtet sich dabei nach der Düngeverordnung. Je nach Pflanze und Kultur wird jährlich eine Düngebilanz erstellt, die sich an die gesetzlichen Bedingungen hält.

Futter (2)

  • Die Kälber bekommen zweimal täglich eine Milchtränke, die zum überwiegenden Teil aus Molke besteht. Zusätzlich werden sie mit einer Raufuttermischung gefüttert, die Getreide, Stroh und Kraftfutter enthält. Wasser steht den Tieren jederzeit zur Verfügung.
  • Die Kälber werden grundsätzlich vegetarisch ernährt. Seit dem 1. Dezember 2000 ist das Verfüttern von Tiermehl und Tierfett an Rinder, die zur Lebensmittelgewinnung bestimmt sind, durch den Gesetzgeber verboten.

  • Die einzige Zutat im Futter der Kälber, die gentechnisch bearbeitet sein könnte, ist Soja. Da es kaum gentechnikfreies Soja auf dem Weltmarkt gibt und deutsche Landwirte auf Importe angewiesen sind, lassen sich gentechnisch veränderte Anteile im Mischfutter nicht zu 100 Prozent ausschließen.

Verarbeitung (4)

  • Die Kälber sind bei der Schlachtung in der Regel sieben bis acht Monate alt. Nach acht Monaten gelten Sie nicht mehr als Kälber sondern als Jungrinder bzw. Rinder. Entsprechend muss auch das Fleisch der Tiere deklariert werden. Verarbeitung

  • Die besonders mageren und zarten Filetstücke sind bei Feinschmeckern ebenfalls beliebt.
  • Als besondere Spezialitäten gelten die Innereien wie Kalbsleber, Kalbsbries oder Kalbsniere. Die besten Stücke

  • Vom Kalb können nahezu 100 % genutzt werden. So sind zum Beispiel die Bauchlappen als Dönerfleisch sehr begehrt.
  • Nicht nur Fell und Innereien werden weiterverwendet, auch das Blut wird in der Pharmaindustrie eingesetzt.

  • Die Kalbsfelle gehen in die Lederproduktion und werden zur Fertigung von Schuhen, Handtaschen, Lederjacken oder auch Armbändern verwendet.
  • Das Fell ist dennoch ein Nebenprodukt, das heißt die Kälber werden nicht zur Lederzucht gehalten.

Qualität & Herkunft (2)

  • Jedes Kalb erhält eine individuelle Nummer, die beispielsweise Daten über Geschlecht, Geburtsdatum und Herkunftsbetrieb enthält und in einer zentralen Datenbank registriert ist. Bei der Schlachtung werden mehrere Tiere zu einer Charge zusammengefasst und mit einer Registriernummer versehen. Diese Chargenummer ist auf der Fleischpackung bis zur Ladentheke aufgedruckt. Ihr Fleischhändler kann daher zur Herkunft des Fleisches genauere Informationen geben. Herkunft
  • Die Mitgliedsbetriebe der KDK verpflichten sich zur Haltung deutscher Kälber. Das bedeutet, die Tiere müssen in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet und auch geschlachtet worden sein.

  • Aufgrund der relativ gleichmäßigen Bedingungen der Stallhaltung ist die Qualität des Kalbfleisches über das ganze Jahr gleichbleibend hochwertig.

Zubereitung (1)

  • Kalbfleisch muss nicht – wie beispielsweise Hühnerfleisch – durchgegart werden. Kalbs-Carpaccio ist sogar sehr beliebt.
  • Grundsätzlich sollte man bei der Zubereitung kürzere Gar-, Grill- oder Bratzeiten einplanen, da das Kalbsfleisch besonders zart ist. Rezepte

Allgemein (2)

  • Die männlichen Kälber aus der Milchviehwirtschaft sind u. a. aufgrund der schlechteren Futterverwertung nicht als Mastbullen einsetzbar. Da aber jede Kuh pro Jahr einmal kalbt, um Milch geben zu können, gelangen diese Tiere in die Kälbermast.

 


  • Bis zum Alter von acht Monaten gilt ein Tier als Kalb. Fleisch von älteren Tieren ist dagegen Rindfleisch.
  • Das Fleisch ist erheblich heller, zarter und darüber hinaus auch etwas teurer als Rindfleisch.